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Passwort-Manager: Mehr Sicherheit und Komfort für Ihre Unternehmens-IT

Sichere, individuelle Passwörter sind ein zentraler Bestandteil moderner IT-Sicherheit. In der Praxis scheitert das jedoch oft nicht am fehlenden Wissen, sondern an der Menge der Zugänge. Wer für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort nutzen soll, stößt ohne sauberes System schnell an Grenzen.

Genau hier kommen Passwort-Manager ins Spiel. Sie helfen dabei, Passwörter sicher zu speichern, starke Kennwörter zu erzeugen und die Verwaltung im Unternehmensalltag deutlich einfacher zu machen.

 

Aktuelle Passwort-Problematik in Unternehmen

Passwörter und deren Verwaltung sind in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) aber auch Konzernen noch immer ein Schwachpunkt und bieten Angriffsfläche für Cyberangriffe.
Die Gründe dafür:

  • Gleiche Passwörter für mehrere Dienste
  • Unsichere Ablage in Excel, Browsern oder Notizen
  • Weitergabe im Team ohne Kontrolle
  • Schwache Kennwörter aus Bequemlichkeit

 
Ein Passwort-Manager behebt genau diese Probleme.

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Wie funktioniert ein Passwort-Manager?

Ein Passwort-Manager speichert Zugangsdaten zentral. Er hilft dabei, für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort zu nutzen. Durch Verschlüsselung werden im Passwort-Manager die Passwörter verwaltet und mittels Einsatz eines komplexen Masterpasswort geschützt. Das impliziert eine strukturierte Verwaltung von Zugängen im Team.
So funktioniert das konkret:

  • Speicherung: Sichere Ablage von Anmeldedaten (Benutzernamen, Passwörter) 
  • Verschlüsselung: Die Datensicherung erfolgt mit einer starken Verschlüsselung und einem Master-Passwort 
  • Passwörter generieren: Einzigartige und starke Passwörter können generiert werden 
  • Autofill-Funktion: Bei Bedarf können die Anmeldedaten automatisch eingesetzt werden
Reset password concept. Lock icon, security code showing on change password page while business person using laptop computer, vertical style. Cyber security technology on website for data protection.

Arten von Passwort-Managern

Passwort-Manager speichern Zugangsdaten je nach Lösung entweder lokal auf dem Endgerät oder verschlüsselt in der Infrastruktur des Anbieters, häufig zur Synchronisierung über mehrere Systeme hinweg in einer Cloud-Umgebung.

 

Eigenständige Passwort-Manager

Bei einer eigenständigen Passwort-Manager-Software werden gespeicherte Zugangsdaten bei Bedarf automatisch bereitgestellt. Für den Zugriff ist in der Regel ein zentral hinterlegtes Masterpasswort erforderlich, das als übergeordnete Schutzinstanz für alle gespeicherten Kontodaten dient. 
Dieses Masterpasswort schafft eine grundlegende Absicherung, ersetzt jedoch keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen wie regelmäßige Updates sowie geschützte Zugriffe auf das Endgerät (durch PIN, Passwort oder biometrische Anmeldung).

 

Im Browser integrierte Passwort-Manager

Viele Webbrowser verfügen bereits über integrierte Passwort-Manager, die sich schnell und ohne großen Konfigurationsaufwand nutzen lassen. Sie füllen Anmeldedaten automatisch aus, sobald eine Website eine Authentifizierung erfordert.

In Saxhen Sicherheit ist hier zu beachten, dass Browser komplexe Anwendungen mit breiter Angriffsfläche sind. Daher besteht ein erhöhtes Risiko, dass gespeicherte Zugangsdaten durch Schadsoftware ausgelesen und missbraucht werden können. Zudem weiß man i.d.R. nicht, wie der Hersteller mit Daten umgeht und wo diese genau liegen. 

Zusätzliche Funktionen
Einige Passwort-Manager besitzen weitere Funktionen für mehr Sicherheit wie z.B. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) oder einen Leak-Checker. Dieser überprüft, ob Daten in bekannten Datenlecks aufgetaucht sind.

 

Vorteile eines Passwort-Managers

Die Vorteile beim Einsatz eines Passwort-Managers liegen klar auf der Hand:

Einzigartige Passwörter pro Dienst

Kein Passwort-Recycling über mehrere Plattformen hinweg. Das bedeutet – mehr Sicherheit für alle und eine hilfreiche, konsequente Organisation.

Höhere Passwortkomplexität

Lange, zufällige Kennwörter muss man sich nicht mehr manuell merken. Somit wird der interne Supportaufwand geringer und das Team kann sich auf seine wesentlichen Aufgaben konzentrieren.

Verschlüsselte
Speicherung

Zugangsdaten werden verschlüsselt gespeichert und liegen nicht offen in Browser-Notizen, Excel-Dateien oder Chats. Dies bietet mehr Kontrolle und Sicherheit.

Bessere Kontrolle
im Team

Nutzer müssen Passwörter seltener kopieren, notieren oder improvisieren. So entstehen weniger menschliche Fehler und Zugänge werden strukturiert dokumentiert und verwaltet. 

Nachteile eines Passwort-Managers

Der Einsatz von Passwort-Manager Software birgt auch Risiken, die wir Ihnen anbei aufzeigen wollen:

Masterpasswort
vergessen

Wird das Masterpasswort vergessen, ist der Zugriff auf alle gespeicherten Daten im schlimmsten Fall verloren.

Komplexe Wiederherstellung

Die Wiederherstellung einzelner Konten kann beim Verlust des Masterpassworts zeitlich sehr aufwendig sein.

Gleichzeitige Kompromittierung

Bei einem erfolgreichen Angriff auf den Passwort-Manager können mehrere Zugangsdaten gleichzeitig kompromittiert werden.

Externe
Faktoren

Bei cloudbasierten Lösungen sollten Datenschutz, Serverstandort und rechtliche Rahmenbedingungen des externen Anbieters sorgfältig geprüft werden.

Wie sicher ist ein Passwort-Manager?

Auch wenn ein Passwort-Manager theoretisch Ziel eines Hackerangriffs werden kann, ist das Risiko in der Praxis vergleichsweise gering – insbesondere dann, wenn einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden. 

  • Entscheidend ist die Wahl des starken Masterpassworts. Ist dieses ausreichend komplex und der Passwort-Manager im gesperrten Zustand, sind die Daten in der Regel gut geschützt.
  • Eine zusätzliche Sicherheitsebene bietet 2FA.
  • Darüber hinaus sollten regelmäßig Backups erstellt werden, um einem möglichen Datenverlust vorzubeugen.
  • Besonders hoch ist das Sicherheitsniveau, wenn moderne Verschlüsselungsstandards wie AES-256 eingesetzt werden. Diese erschweren es Angreifern erheblich, an sensible Daten zu gelangen.

Checkliste für einen guten Passwort-Manager

Bewerten Sie anhand folgender Punkte, welche Art von Passwort-Manager bei Ihnen im Unternehmen sinnvoll wäre:

1. Für welche Konten wird ein Passwort-Manager benötigt? (E-Mail, Social Media, Webtools, etc.)

2. Browser-basierter oder eigenständiger Passwort-Manager? Das Programm sollte zu Ihren (Online-)Gewohnheiten passen, aber beachten Sie, dass Sicherheit das höchste Gebot ist.

3. Cloud oder Festplatte: Wo werden Ihre Daten gesichert? Machen Sie dafür regelmäßig Backups?

4. Sensible Daten: Benötigen Sie 2FA?

5. Komplexe Kombinationen: Haben Sie ein sicheres Masterpasswort?

Weiteres Wissen rund um die Passwortsicherheit

Cyberkriminelle arbeiten heute mit automatisierten Tools, die Passwörter in großer Zahl testen. Sie probieren Zeichenkombinationen durch, nutzen Wörterlisten mit häufigen Begriffen und prüfen bekannte Muster wie Wörter mit angehängten Zahlen. Außerdem werden Zugangsdaten, die bereits im Internet veröffentlicht wurden, gezielt bei anderen Diensten eingesetzt. Um das Risiko solcher Angriffe zu senken, sollte ein Passwort ausreichend stark sein (z.B. eine Mindestlänge von 12 Zeichen haben) und nur für ein einziges Konto verwendet werden.

  • Je länger, desto sicherer: Gute Passwörter sind lang und schwer zu erraten.
  • Zeichen mischen: Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwenden, aber auch hier keine zusammenhängenden Wörter.
  • Keine einfachen Muster: Namen, Geburtsdaten, 123456 oder asdfgh vermeiden.
  • Für jeden Account ein eigenes Passwort: Keine Passwörter mehrfach nutzen.
  • Passwortmanager + MFA nutzen: Passwörter sicher verwalten und Konten zusätzlich schützen.

Passwort-Manager bieten zentral verwalteten Schutz, müssen aber auch wichtige Voraussetzungen erfüllen und sauber implementiert sein. Denn auch Passwort-Manager können Ziel von Cyberangriffen werden.

Kriterien für einen zuverlässigen Passwort-Manager:

  • Wir empfehlen Passwort-Manager nur von vertrauenswürdigen Herstellern
  • Bei der Auswahl ist auf Datenschutz, Serverstandort und rechtliche Rahmenbedingungen Wert zu legen
  • Je nach Anforderung sollte ein Passwort-Manager sollte über Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (z. B. AES-256), Zero-Knowledge-Architektur und Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) verfügen
  • Zuverlässiger Schutz vor Phishing-Angriffen und Überwachung von Datenlecks sind weitere wichtige Kriterien
 
 

Generell erhöht eine 2FA die Sicherheit Ihrer Online-Konten deutlich. Ein Passwort-Manager ersetzt keine 2FA sondern stellt einen zusätzlichen Schutzbaustein dar - denn doppelt hält besser. 

  • 2FA erhöht die Kontosicherheit
  • Zusätzlich zum Passwort wird ein weiterer Code abgefragt
  • Der Code kommt z. B. per SMS oder Authentifizierungs-App
  • So sind Konten besser geschützt, selbst wenn das Passwort bekannt wird
  • Besonders bei sensiblen Konten ist diese Methode sinnvoll
  • Einige Passwort-Manager beinhalten bereits 2FA 

Ja, in der Regel kann man sagen, dass sich der Einsatz eines Passwort-Managers lohnt. Denn man ist damit auf der sichereren Seite und umgeht, gängige und leicht knackbare Passwörter wiederholt zu benutzen. Die konkrete Entscheidung darüber, welche Passwort Manager-Software eingesetzt wird, erfordert ein individuelles Abwägen der jeweiligen Nutzung und die Einschätzung der Risiken.

Ein Passwort-Manager ist ein zusätzlicher Schutzbaustein für die Verwaltung von Passwörtern aber nicht die komplette Lösung. Er ersetzt beispielsweise keine Multi-Faktor-Authentifizierung und keine Awareness-Schulung. 

Durch die Nutzung eines lokalen Netzwerks (Active Directory) und/oder einer VPN-Verbindung zu diesem Netzwerk kann für zusätzliche Sicherheit gesorgt werden. 

Fazit

Passwort-Manager bieten eine Möglichkeit zur Erstellung starker Passwörter sowie deren Verwaltung und tragen damit zur Steigerung der IT-Sicherheit bei. Sie sind Schutzbausteine für die IT, können aber durch zusätzliche Schutzmaßnahmen (2FA, Backups, Awareness-Schulungen, etc.) ergänzt werden, um höchstmöglichen Schutz vor Cyberangriffen zu bieten.

 

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