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Was ist Cloud Computing: Grundlagen und Tipps

Cloud Computing ist für Unternehmen ein zentrales Thema bei der Weiterentwicklung ihrer IT.
Im Fokus stehen dabei vor allem Skalierbarkeit, Verfügbarkeit, Automatisierung und die flexible Bereitstellung von Ressourcen. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an IT-Architektur, Integration, Sicherheit, Compliance und den laufenden Betrieb. Um Cloud Computing erfolgreich und nachhaltig einzusetzen, müssen diese Punkte sorgfältig geplant und aufeinander abgestimmt werden.

Alles was Sie zum Thema Cloud Computing wissen sollten, ob bzw. wann es sich für Ihr Unternehmen eignet sowie die Chancen und Risiken von Cloud Computing lesen Sie hier. 

Was ist Cloud Computing?​

Beim Cloud Computing für Unternehmen werden IT-Leistungen nicht lokal auf eigenen Rechnern betrieben, sondern als virtualisierte IT-Leistungen über das Internet genutzt. Diese IT-Leistungen werden auch Cloud-Dienste bzw. Cloud-Services genannt.

Zu Cloud-Diensten zählen unter anderem Server, Betriebssysteme, Netzwerke, Software und Speicherplätze. 

Unternehmen und Anwender greifen je nach Bedarf auf diese Cloud-Services zu und zahlen i.d.R. nur für die tatsächlich genutzten Leistungen. Das schafft mehr Flexibilität, erleichtert die Skalierung und ermöglicht eine bedarfsgerechte Nutzung.

Zahlen, Daten, Fakten

Schon gewusst? Jedes zweite Unternehmen in Deutschland nutzt die Vorteile von Cloud Computing in Form von Cloud-Services.

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nutzten im Jahr 2025 kostenpflichtige IT-Dienste über Cloud Computing

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der Cloud-Dienste werden für E-Mails verwendet 

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nutzen Cloud-Dienste für die Speicherung von Daten 

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verwenden Cloud-Dienste für Softwareanwendungen (z.B. ERP, CRM) 

Quelle: Destatis.de, Pressemitteilung, November 2025

Vorteile von Cloud Computing

Typische Vorteile von Cloud Computing sind:

  • Skalierbarkeit: Cloud-Ressourcen lassen sich je nach Bedarf an wechselnde Anforderungen anpassen und flexibel erweitern oder reduzieren, ohne zusätzliche Hardware beschaffen zu müssen.
  • Geringerer Betriebsaufwand: Eigene Aufwände und Fixkosten für Hardware, Wartung und Infrastruktur werden reduziert, zudem entfallen Kosten und Aufwände für die Durchführung manueller Updates.
  • Flexibilität: Daten und Anwendungen sind orts- und geräteunabhängig verfügbar, was mobiles Arbeiten und die Zusammenarbeit erleichtert und hohe Anpassungsfähigkeit bietet.
  • Automatisierung: Cloud Computing automatisiert die Bereitstellung von Ressourcen und die Skalierung von Anwendungen. Das steigert die Effizienz und reduziert manuelle Fehler.

Nachteile von Cloud Computing

Was Sie bei der Nutzung von Cloud Computing berücksichtigen sollten:

  • Abhängigkeiten: Stabile Internetverbindung und Verfügbarkeit des Anbieters sind Voraussetzung.
  • Sicherheit: Externe Datenspeicherung erhöht die Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit.
  • Anpassbarkeit: Individuelle Anforderungen lassen sich nicht immer vollständig umsetzen.
  • Kosten: Bei intensiver Nutzung können die Cloud-Kosten die von eigenen On-Premises-Lösungen übersteigen.
  • Compliance: Je nach Anbieterstandort gelten unterschiedliche rechtliche Vorgaben.

Welche Cloud-Dienste gibt es?

Cloud-Dienste lassen sich in vier zentrale Servicemodelle einteilen:
Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS), serverloses Computing und Software as a Service (SaaS).

Diese Cloud-Dienstmodelle unterscheiden sich vor allem darin, welcher Teil der IT-Umgebung vom Cloud-Anbieter betrieben wird und welcher in der Verantwortung des Unternehmens liegt. Die Modelle schließen sich nicht gegenseitig aus, können kombiniert oder sogar alle gleichzeitig verwendet werden.

IaaS
(Infrastructure as a Service)

IaaS stellt grundlegende IT-Ressourcen wie virtuelle Server, Speicher, Netzwerke und Betriebssysteme bereit. Unternehmen mieten diese Infrastruktur bedarfsgerecht und verwalten darauf ihre Anwendungen und Systeme weitgehend selbst.

PaaS
(Platform as a Service)

PaaS bietet eine vollständig vorbereitete Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für Anwendungen. Der Anbieter übernimmt dabei den Betrieb der zugrunde liegenden IT-Infrastruktur, so dass sich Entwicklungsteams auf Entwicklung, Tests, Deployment und Betrieb der Anwendungen konzentrieren können.

Serverloses
Computing

Beim serverlosen Computing werden Anwendungen oder Funktionen ausgeführt, ohne dass Unternehmen Server oder Laufzeitumgebungen selbst verwalten müssen. Die Ressourcenbereitstellung erfolgt automatisch und ereignisgesteuert, meist mit nutzungsabhängiger Abrechnung.

SaaS
(Software as a Service)

SaaS bezeichnet fertig bereitgestellte Software, die über das Internet genutzt wird, meist per Browser oder App. Betrieb, Wartung, Updates und Sicherheitsmaßnahmen werden vollständig vom Cloud-Anbieter übernommen.

Risikofaktoren bei der Cloud-Nutzung

Eine sichere Cloud-Nutzung ist essenziell für die Unternehmen, die Cloud Computing nutzen möchten.

Die Herausforderungen:

  • Der Zugriff auf Cloud-Dienste erfolgt über internetfähige Endgeräte wie PCs, Smartphones oder Smart-TVs. Wird ein solches Gerät durch Schadsoftware infiziert, kann auch der Zugriff auf die genutzten Cloud-Dienste gefährdet sein.
  • Endgeräte müssen deshalb als sicherheitsrelevante Komponenten betrachtet und entsprechend geschützt sowie sicher konfiguriert werden.
  • Regelmäßige Backups sind essenziell um für den Fall eines erfolgreichen Cyberangriffs gewappnet zu sein.

 

Der Risikofaktor Passwort-Sicherheit:

Der Zugriff auf Cloud-Daten erfolgt in der Regel über Webportale oder Client-Apps des Cloud-Anbieters. Entsprechend kritisch ist die Absicherung der Authentifizierung: Schwache oder fehlende Passwörter erhöhen das Risiko unbefugter Zugriffe erheblich. Wird ein Benutzerkonto gehackt, sind im schlimmsten Fall sämtliche darin erreichbaren Daten betroffen, sofern keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen wie Verschlüsselung greifen. Daher ist ein starker Passwortschutz in Kombination mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen besonders wichtig.

 
Mehr Infos zum Thema „Passwort-Sicherheit“

Tipps zur sicheren Cloud-Nutzung

  • Zugang absichern
    Verwenden Sie ein starkes Passwort, Zwei-Faktor-Authentifizierung und nur verschlüsselte Verbindungen.
  • Einsatz prüfen
    Wägen Sie ab, wofür Sie Cloud-Speicher benötigen – Sicherung, Teamarbeit oder standortunabhängigen Zugriff.
  • Cloud-Anbieter bewerten
    Achten Sie auf Sicherheitsstandards, Zertifizierungen und Serverstandort des Cloud-Anbieters.
  • Rechte und Verschlüsselung prüfen
    Verschlüsseln Sie sensible Daten und vergeben Sie Zugriffe nur so weit wie nötig.
  • Risiken abwägen
    Laden Sie nur Daten hoch, deren Speicherung in der Cloud für Sie und Ihr Unternehmen vertretbar ist.
  • Multi-Cloud-Strategie
    Anstatt sich auf einen einzelnen Anbieter zu verlassen, kann man auf eine Multi-Cloud-Strategie setzen. Dies erhöht die Flexibilität, verbessert die Ausfallsicherheit und verhindert eine Abhängigkeit von einem Anbieter.
     

Fazit

Cloud Computing bietet Unternehmen eine leistungsfähige und flexible Möglichkeit, IT-Ressourcen bedarfsgerecht zu nutzen, Anwendungen standortunabhängig zu betreiben und Betriebsaufwände zu reduzieren. Gleichzeitig verlagern sich mit der Nutzung von Cloud-Diensten zentrale Anforderungen in die Bereiche Informationssicherheit, Zugriffsmanagement, Compliance, Netzverfügbarkeit und Anbietersteuerung.

Der produktive und sichere Einsatz von Cloud Computing setzt das Abwägen von Vor- und Nachteilen der Cloud-Nutzung ab. Zudem sollte man sich im Vorfeld über die verschiedenen Arten bzw. Modelle der Cloud-Nutzung (IaaS, PaaS, serverloses Computing und SaaS) informieren und abwägen, was am besten zum eigenen Unternehmen passt. Die sorgfältige Auswahl von einem oder verschiedenen Cloud-Anbietern, klare Verantwortlichkeiten und das Einhalten von Sicherheitsstandards sind grundlegende Voraussetzungen für die effiziente und nachhaltige Nutzung von Cloud Computing.

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