Nach den Secure Boot-Problemen folgt die zweite Welle:
KB5094126, das kumulative Windows 11-Update vom Patchday am 9. Juni 2026, sorgt für weitere, von Microsoft inzwischen offiziell bestätigte Fehler. Betroffen sind der Start von Microsoft Office aus Drittsoftware, der Löschdialog des Papierkorbs sowie der Zugriff auf OneDrive im Datei-Explorer.
Durch keinen der bestätigten Fehler droht ein Datenverlust. Der Papierkorb-Bug ist rein kosmetisch, OneDrive-Daten bleiben über den direkten Pfad erreichbar und Office selbst funktioniert weiterhin – betroffen ist nur der automatisierte Aufruf aus Drittprogrammen.
Der für Unternehmen gravierendste Fehler betrifft die OLE-Automation – die Schnittstelle, über die andere Programme Word, Excel oder PowerPoint im Hintergrund ansteuern. Nach der Installation vom KB5094126 können bestimmte Drittanbieter-Anwendungen die Office-Programme nicht mehr starten oder Dokumente nicht mehr öffnen – teils ohne Fehlermeldung.
Workaround: das Dokument bzw. die Office-Anwendung direkt öffnen, statt den Umweg über die Fachsoftware zu nehmen.
Löschen Sie ein einzelnes Element endgültig aus dem Papierkorb, zeigt der Bestätigungsdialog nicht mehr den echten Dateinamen, sondern den internen Papierkorb-Code – etwa $R9K06N2.docx statt Bericht.docx. Ursache ist eine Sicherheitsverschärfung des Juni-Patchdays. Der Fehler ist rein kosmetisch: Es wird die korrekte Datei gelöscht, und beim Wiederherstellen erhält sie ihren Originalnamen zurück. Microsoft korrigiert den Punkt mit dem Patchday am 14. Juli 2026.
| Produkt | Betroffene Versionen |
|---|---|
| Windows 11 | 23H2, 24H2, 25H2, 26H1 |
| Windows 10 | 22H2 inkl. LTSC 2019 / 2021 |
| Windows Server | 2012 bis 2025 |
Der Papierkorb-Fehler hängt nicht an einem einzelnen Build, sondern an der gemeinsamen Sicherheitsarchitektur des Juni-Patchdays.
Pilotgruppe zuerst: Windows 11-Update KB5094126 auf einer kleinen, repräsentativen Gerätegruppe testen.
Office-Fachsoftware prüfen: Workflows mit OLE-Automation gezielt durchtesten.
Helpdesk briefen: Anwender informieren, dass kryptische Namen kein Datenverlust sind.
Juli-Patchday einplanen: Papierkorb-Fix kommt am 14. Juli 2026.
Das Windows 11-Update KB5094126 behandelt die Datei desktop.ini strenger, wodurch benutzerdefinierte Ordnersymbole verschwinden können.
Diese PowerShell-Befehle helfen bei der Diagnose und Korrektur:
# Ordnersymbole nach dem Update wieder freigeben Unblock-File -Path "C:\Pfad\zum\Ordner\desktop.ini" # Secure-Boot-Status prüfen Confirm-SecureBootUEFI
Nein. Der Fehler ist rein kosmetisch. Es wird die korrekte Datei gelöscht, und beim Wiederherstellen erhält sie ihren ursprünglichen Namen zurück.
KB5094126 verändert das Verhalten der OLE-Automation. Programme, die Word, Excel oder PowerPoint im Hintergrund ansteuern, können diese teils nicht mehr starten. Abhilfe: das Dokument direkt öffnen.
Windows 11 (23H2–26H1), Windows 10 22H2 inklusive LTSC 2019/2021 sowie Windows Server 2012 bis 2025.
Ja. KB5094126 schließt kritische Sicherheitslücken. Empfohlen wird ein gestaffelter Rollout mit vorheriger Prüfung auf einer Pilotgruppe.
Sicher patchen. Updates kontrolliert ausrollen.
KB5094126 zeigt erneut, dass Updates für die Verlässlichkeit im Tagesgeschäft genauso entscheidend sind wie für die Sicherheit.
Datenverlust droht durch keinen der bestätigten Fehler.
Wer Office aus Drittprogrammen automatisiert, sollte vor dem Rollout testen – ein abgestufter Rollout mit klaren Testszenarien ist hierfür empfehlenswert.
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